In der Pressemeldung 889/2009 der Polizei Göttingen wird zu den zwei Festnahmen am Idunazentrum gesagt
“Im Bereich des Weender Tores nahm die Polizei gegen 16.30 Uhr zwei Versammlungsteilnehmer fest, die verbotenerweise mit sog. Schutzbewaffnung (Quarzhandschuhe) bekleidet waren.”
Auf diesen beiden Videos sind jeweils kurz die Hände des Festgenommenen zu sehen:
Von Handschuhen ist darauf jedoch nichts zu sehen. Vielmehr ist auf dem ersten Video bei 0:15 im rechten Drittel des Bildes die linke Hand des Festgenommenen ohne Handschuh zu sehen. In dem zweiten Video sieht man bei 0:40 ganz deutlich ebenfalls die linke Hand ohne Handschuh direkt in der Bildmitte durch die Lücke zwischen den Polizisten. Ab 0:50 dann sehr deutlich und länger. In der Durchsuchungssituation des zweiten Videos könnten evtl. getragene Handschuhe natürlich bereits abgestriffen worden sein. In der Festnahmesituation, die das erste Video zeigt jedoch wohl kaum.
goest berichtet hier über die Demo und über eine Leserzuschrift, in der jemand behauptet eine der festgenommenen Personen habe keine Quarzhandschuhe, sondern Radfahrhandschuhe getragen. Da der Festgenommene hier in den Videos gar keine Handschuhe trägt, müsste es sich dann dabei um die andere festgenommene Person handeln.
Das würde dann bedeuten, dass der von der Polizei angegebene Grund für die Festnahme in beiden Fällen unwahr ist!

#1 by Officer Yürgen on 23.11.2009 - 16:16
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Das hast Du ja selber aufgenommen! Frontline-Berichterstattung sozusagen. Gut, dass jetzt auch die Bevölkerung zurückfilmt. Da kommt auch so mancher Mist hoch, den die Polizei verzapft. Ich finde allerdings den Job, den ein Polizist auf Demos bekleiden muss auch sehr schwer und bloße Kritik in Richtung “blöde Bullenschweine” zu platt.
#2 by Thomas on 23.11.2009 - 22:22
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Klar ist das pauschal zu platt, deshalb ist es ja so wichtig, dass polizeiliches Handeln überwacht und dokumentiert wird. Bei dem Übergriff auf der Freiheit statt Angst Demo in Berlin helfen die Videoaufnahmen von Teilnehmern ggfs. dabei Straftäter zu überführen, nur eben diesmal aus den Reihen der Polizei.
#3 by Officer Yürgen on 24.11.2009 - 16:16
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Ja, das finde ich sehr gut. Beide Seiten sollten sich in gewissem Rahmen bewegen müssen, damit das Demonstrationsrecht nicht zu so einem Aufeinenderrumgeknüppel verkommt. Dabei hilft natürlich die (Video-)Überwachung beider Seiten. Wie genial auch, dass das privat erstellte Filmmateriel alles sofort im Internet verfügbar ist. Das ist doch mal Demokratie und Meinungsbildung filterlos. Find ich schonungslos und klasse!
#4 by Officer Yürgen on 23.11.2009 - 16:16
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Blöde Frage, aber warum soll der Junge auf dem Boden denn seinen Namen sagen?
#5 by Thomas on 23.11.2009 - 22:22
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Damit Anwälte, die während so einer Veranstaltung quasi “Bereitschaft” schieben gezielt nach ihm fragen und sich um seine Belange kümmern können. “Sie haben da irgendwen im Gewahrsam, ich glaube männliche Person mit Seitenscheitel. Was wird dem vorgeworfen?” führt eher nicht zum Erfolg.
#6 by Officer Yürgen on 24.11.2009 - 16:16
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Ach so, das macht Sinn! Wirkte irgendwie so endzeitmäßig: “Wie heißt Du?! Sag Deinen Namen?!”
#7 by Officer Yürgen on 23.11.2009 - 16:16
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Der Politiker mit dem roten Schal hat aber echt Arsch in der Hose bewiesen.
#8 by Thomas on 23.11.2009 - 22:22
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Das ist Patrick Humke-Focks, Mitglied im Rat der Stadt Göttingen und Landtagsabgeordneter für Die Linke
#9 by Officer Yürgen on 24.11.2009 - 16:16
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Ich steh ja nun so garnicht auf “die Linke”, aber an dem Verhalten können sich mal andere Politiker ein Beispiel nehmen. Das war ja nun echt am Puls der Zeit, was der Mann da exerziert hat.
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